Bilder, Befunde und Krankenakten sind zunehmend online verfügbar. Erst ein einheitliches Codesystem ermöglicht der Radiologie Bilder auch aus Archiven außerhalb der eigenen Organisation automatisiert anfordern zu können. Der APPC wurde defniert, um diesem Bedürfnis nachzukommen.
Mangels eines geeigneten Austauschcodes ist der Bezug von Bilddaten aus Archiven unterschiedlicher Anbieter gegenwärtig sehr schwierig, da alle Anbieter eigene, oftmals inkompatible Codesysteme benützen. Der APPC bietet nun eine in Ziffern gefasste nonverbale Codierung an, die diese Lücke schließen und Organisations-übergreifende Bilddatenrecherche ermöglichen soll.
Der APPC wurde von der Bundesfachgruppe Radiologie der Österreichischen Ärztekammer (BURA) unter Mithilfe der Österreichischen Gesellschaft für Radiologie (ÖRG) entwickelt. Er soll sowohl Systemherstellern, Softwarehersteller, aber auch die Nutzer dieser Infrastruktur unterstützen und in Folge die radiologische Befundarbeit an bilddiagnostischen Workstations verbessern.
Der APPC steht gegenwärtig in den Sprachen Deutsch und Englisch zur Verfügung, kann aber mit geringem Aufwand in jede andere gewünschte Sprache übertragen werden. Es wird damit eine Bilddatenrecherche auch Länder-übergreifend in unterschielichen Sprachräumen möglich. Die englische Fassung ist mit RadLex® abgeglichen und benützt die dort vorgegebene Terminologie für Anatomie und Prozeduren, soweit passende Termini definiert waren.
Der APPC wurde schließlich von der professionellen und wissenschaftlichen Vertretung der österreichischen Radiologen (BURA und ÖRG) seitens der jeweiligen Vorstände zur Kenntnis genommen und zur Anwendung empfohlen.