Röntgen des Dickdarms (Irrigoskopie)

Untersuchungsablauf

Die Durchführung dieser Untersuchung erfolgt am Durchleuchtungsgerät und beginnt im Liegen. Zuerst wird mittels eines in den Enddarm eingeführten, weichen Darmrohrs ein kleiner Einlauf mit Kontrastmittel verabreicht. Anschließend wird der Patient gebeten, den Darm wieder so gut als möglich zu entleeren, wobei das Kontrastmittel wieder in den Kunststoffbeutel zurückfließt. Da hierbei ein geschlossenes System verwendet wird, ist dies sehr rasch und unbelastend möglich. Sodann erhält der Patient eine Injektion in die Vene, um die Darmbewegung kurzfristig zu unterbinden. Im Anschluss an diese Vorbereitungen wird der Dickdarm mit Luft aufgebläht und damit zur vollen Entfaltung gebracht. Diese Vorgangsweise (Einlauf und Luft) wird als Doppelkontrastmethode bezeichnet. Diese Methode ist insofern von Vorteil, als der Radiologe durch die Darmschlingen hindurchsehen kann und auch überlagernde Schlingen die Sicht nicht verdecken. Auf diese Weise sind auch wenige Millimeter große Wucherungen der Dickdarmschleimhaut verlässlich erkennbar. Abschließend nimmt der Radiologe die benötigten Bilder auf und der Patient kann nach Beendigung der Untersuchungen seinen Darm wieder entleeren.

Aus Sicherheitsgründen ist es erforderlich, zur letzten Darmspiegelung, auch Rektoskopie oder Colonoskopie genannt, einen zeitlichen Mindesabstand von 5 Tagen einzuhalten.

Diese Untersuchungstechnik wird primär zur Abklärung folgender Frage- stellungen eingesetzt:

  • Divertikel
  • Entzündungen
  • Polypen oder Geschwülste am Dickdarm
  • Klärung anatomischer Verhältnisse nach Operationen am Darm